Endenergie-Kennwert
kWh/(m²a)
Haushaltsstrom
Warmwasser
Lüfterstrom
Heizenergie

Wenn man das Diagramm betrachtet, stellt sich vielleicht die Frage warum auf dieser Seite das Passivhaus

so in den Vordergrund gestellt wird? Warum Passivhaus?

Warum nicht Nullheiz- oder gar Nullenergiehaus, selbst Häuser mit einem produzierenden

Energieüberschuss sind möglich und sicherlich ökologisch sinnvoller.


Der Grund ist einfach.

Wenn die Effizienz von Gebäuden

durch dickere Dämmung, Superfenster

und hocheffiziente Wärmerückgewinnung

verbessert wird, so sinkt zwar der Jahres-

energiebedarf, zugleich steigen aber die

Erstellungskosten für das Gebäude.


Diese steigen sogar umso mehr, je niedriger

der bereits erreichte Verbrauch ist.

Dies ist als- "Gesetz

des schwindenden Grenznutzens" bekannt.

Auf den ersten Blick scheint es daher

keine Chance zu geben, die Heizwärme-

bedarfswerte mit vertretbarem wirtschaft-

lichem Aufwand unter etwa 30 kWh/(m²a)

zu drücken.

Und weil dies die anerkannte Ansicht der

Bauträger war gab es nur wenig Versuche,


Gebäude mit noch besserem Wirkungsgrad zu errichten.

Derzeit gerät das Musterbeispiel jedoch ins wanken, weil sich die Kenntnisse über das Passivhaus-Konzept,

wo man auf ein konventionelles Heizsystem verzichtet, sich lawinenartig ausbreitet.

So lassen sich auch hierfür die Kosten einsparen und dies allein kann schon einen großen Teil der Mehrkosten

für die hocheffiziente Lüftung, spezial Fenstern und die Wärmedämmung finanzieren.


Darüber hinaus sind die Betriebskosten eines Passivhauses extrem niedrig

(ca. 50 bis 100 Heizkosten im Jahr).

Bezieht man die steigenden Energiekosten mit ein, so können schon heute Passivhäuser gebaut werden,

deren Lebenszykluskosten die eines konventionellen Neubaus entsprechen. Heute- denn in Kürze mit

wachsender Zahl von Anbietern und zunehmender Stückzahl der Passivhaus- komponenten, wird der

Passivhausstandard die Bauart mit den eindeutig niedrigsten Gesamtkosten werden.